Verkehren in Afrika

Das erste, was mir an Afrika (beim Paradebeispiel Lagos) auffiel, waren die Zustände des Straßenverkehrs. Meine ersten Gedanken dabei sind, dass man hier schlimmer fahren kann bzw. nicht fahren kann wie der gemeine Franzose bei Verkehrsregeln, welche man anscheinend 1 zu 1 aus Somalia übernommen hat.
Generell hat man die Angewohnheit, dem jeweiligen anderen Verkehrsteilnehmer eine mindere Fahreigenschaft zuzumuten als sich selbst (ja, ich weiß, das ist selbst in Deutschland nichts neues), weshalb man sich beim Überholen sicherheitshalber gegenseitig an hupt. Doch das ist nur eins von vielen Gelegenheiten, welche nigerianische Autofahrer nutzen, um ihr tägliches Huppensum von mindestens einmal hupen pro Fahrminute einzuhalten – das Leben ist halt zu kurz, um es mit langweiligen Autofahrten zu füllen (Stichwort: Carpe Diem!). Dennoch gibt es hier mehr als genug andere Fahrer, für die der Rückspiegel nur rudimentär Plunder für Weiße ist. Natürlich gibt es da auch die andere Ideologie, dass man das Zentrum des Universums ist und, obwohl man technisch gesehen, in jemanden reinfahren würde, er „in Wirklichkeit“ nur von dem jeweiligen anderen fahrlässig gerammt wurde! Gekoppelt mit den zahlenmäßig viel mächtigeren Mopeds, sogenannte „Okada“, welche sich durch jede sich auch nur ansatzweiße ergebende Lücke dazwischen drängeln müssen und sich dennoch Stündlich wie eine Bakterienkolonie durch einfachste Zellteilung zu reproduzieren scheinen, ergibt die Mischung all dieser Komponenten auf Dauer eine hochbrisante Geräuschkulisse, welche Durchschnittsweiße wie meiner einer es sind, kaum längere Zeit aushalten können, ohne daraufhin wahnsinnig zu werden. Doch gerade diese Menge macht ihre Macht aus! Man erzählte mir, sie wären kaum staatlichen Beschränkungen (wie Helmpflicht etc.) unterlegen, da ihr Stimmenanteil jeden Politiker einschüchtern lässt, denn trotz ihres chaotischen Auftretens sind sie sehr gut politisch Organisiert. Okadas bilden daher neben den staatlichen mindestens 20 Jahre alten, grün-weißen VW Bulliden das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Okadas gibt es sogut wie in jeder Ortschaft, sind mal staatlich, mal privat finanziert und sind sozusagen das Taxi für den einfachen Mann. Die Preise muss man zwar jedes mal auf’s neue aushandeln, jedoch kann man durchaus behaupten, dass die Fahrpreise mehr oder weniger einheitlich sind im Bezug auf die Fahrdistanz. Am Ende dieses Eintrages könnt ihr ein Video sehen, dass ich während einer Fahrt auf einem dieser Okadas aufgenommen habe, um euch einen kleinen Eindruck vom Verkehr Nigerias zu geben. (Video folgt, sobald ich Zugang zu einer schnelleren Internetverbindung habe)
Doch nicht nur das Fehlen jedweder Verkehrsregeln und zusätzlicher Rücksichtnahme sind mir aufgefallen, nein! Aufgrund des Alters der hier fahrenden Autos – die meisten sind Importe von Gebrauchtwagen aus Europa, weshalb viele auf ihrem Heck noch ein weißes „D“, „CH“ oder „NL“ Aufkleber kleben haben – sind viele natürlich sehr reparaturanfällig. Das bedeutet also, dass man seinen Wagen oftmals am Straßenrand keinen halben Meter vom „fließenden“ Verkehr repariert oder, wenn’s wirklich nicht anders geht bzw. man sehr viel Mut beweisen will, man sein Auto auch mitten auf der linken Spur überholt (hier herrscht natürlich Rechtsverkehr wie im „alten Europa“ auch). Als ich diese alten Autos sah, musste ich plötzlich an unseren alten Ford Sierra denken. Ich hing damals als Kind sehr an ihm. Jedoch mussten wir ihn damals weggaben für unseren (damals noch neuen) Ford Galaxy, sodass ich recht betroffen war, dachte ich doch, er würde nach all den Jahren treuesten Dienstes nun undankbarerweise verschrottet. Nun aber bin ich im nachhinein doch recht erfreut über die Gewissheit, dass unser treuer Ford doch noch irgendwo seinen DIenst tut – irgendwo in Afrika!
Sollte man dennoch als Europäer mental soweit sein seine (natürlich völlig überbewerteten und unsinnigen) Sicherheitsbedenken über Bord werfen zu können, so muss man neben dem motorisierten Verkehr auch noch zusätzlich auf das Straßenleben einstellen. Am Rande auch der am stärksten befahrenen Highways laufen tollkühne Menschen entlang und gehen, auch noch lange nach Sonnenuntergang, ihrem Geschäftstrieb nach als müssten würde Nigeria in der tiefsten Inflation der Menschheit stecken und jeder würde versuchen, sein Geld in möglichst viele materielle Dinge umzutauschen, um den Wert zu erhalten. Das ergibt dann ein Bild als würde man eine Sechsspurige Autobahn mitten durch die Kaufinger ziehen (selbstverständlich ohne Leitplanken oder anderen Absperrungen). Und selbst Absperrungen wie diese würden diejenigen Händler nicht davon abhalten, ihren Verkauf direkt am Autofenster mitten auf der Straße einzustellen. Ich wette, die würden sogar nicht davor abschrecken, ihre Kaugummis oder Prepaidkarten, illegal an DDR Grenzsoldaten im Todesstreifen zum Kauf anzubieten.
Überraschender weiße muss man den Nigerianern aber zu Gute halten, dass ich in Anbetracht dieser Verkehrssituation, noch kein Zeuge irgendeinen Unfalls (nicht mal ein leichter Auffahrunfall) wurde! …auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch keine Woche in diesem Land aufhalte.
Doch nicht nur unterscheidet sich die Fahrphilosophie des nigerianischen Verkehrs sich von dem europäischen, sondern auch der Zustand der Straßen. Viele sind nur mit einem dünnen Teer überzogen, weißen entsprechend tiefe Schlaglöcher auf und verwandeln sich beim Regen (welcher hier durchaus einmal längere Zeit anhalten kann) in regelrechte Bäche (wobei das nicht im metaphorischem Sinne gemeint war sondern als reale Tatsache).

Fiona, Liberianerin

Fiona ist auf komplizierten Weg mit der Familie Mayson verwand (die Schwester der Verlobten des ältesten Sohnes Tuan von Botschafter Dew Mayson für die ganz neugierigen). Sie hat die beiden Bürgerkriege, welche Liberia während der letzten fünfzehn Jahre heimgesucht haben, vor Ort miterlebt. Sie meinte, sie wollte nicht mit ihren Söhnen ins Ausland fliehen, wenn der Rest der Familie in Liberia sitzen würde. Sie erzählte mir davon, wie sie mit ihrer Familie während dem Krieg oft Sicherheit im Dickicht des Regenwaldes gefunden hat und daher viele Nächte im Sumpf verbringen musste. Sie dankt Gott dafür, dass sie jedoch während all dieser Zeit noch nie mit ansehen musste, wie jemand getötet wurde. Dennoch hat der Krieg sie einige Freunde und Familienmitglieder gekostet. Wie zum Beispiel den ältesten Bruder ihres Vaters. Dieser hatte vor vielen Jahren in der Armee Liberias gedient, hat diese jedoch vor lange Zeit verlassen und war seitdem im Krankenhaus tätig. Ihre Familie und der Bruder, welcher damals in der von der verhassten Regierung kontrollierten Hauptstadt Monrovia gelebt hat, wurden während des Krieges getrennt, denn die Familie wohnte außerhalb der Stadt und damit im Rebellengebiet. Dennoch setzte Fionas Onkel alles daran, mit seiner Frau und den Kindern zu den anderen zu gelangen. Kurz nachdem sie die Frontlinie überquert haben jedoch hat ein aufgebrachter Mob ihren Onkel als ehemaligen Soldaten der Armee identifiziert – wahrscheinlich an den Stiefeln, die er trug. Sie töteten ihn also vor den Augen seines damals zwei Jährigen Sohn, Fionas Cousin. Sie erzählt, wie er damals erst angefangen hat, die ersten Worte zu sagen. Seit diesem Moment jedoch wäre er für immer verstummt außer den wenigen Malen, an denen ein leise „Papa“ aus ihm dringen konnte. Weder er, noch Fionas Großmutter sind jemals über diesen Verlust hinweggekommen.

Den nächsten Krieg, so sagte Fiona, wird sie nichtmehr miterleben, denn dann würde sie endgültig nach Sierra Leone fliehen.

Marcel B., Niederländer

Marcel B. ist ein niederländischer Pilot, welcher zurzeit für seine Fluggesellschaft „Denim“ eine DHC-8 in Nigeria fliegt. Er wird daher extra für diese Tätigkeit aus den Niederlanden nach Nigeria eingeflogen. Ich traf ihn damals auf meinem Flug nach Lagos und er erzählte mir einiges über den Beruf eines Piloten. Dieser Job würde immer mehr verkommen, da man heute für die doppelte Arbeit von früher nur noch halb so viel an Gehalt erhält. Er würde daher seine eigenen Kinder nicht dazu ermutigen, in diese Branche einzusteigen, da die Fluggesellschaften sehr profitorientiert sind. Dazu hatte er folgendes Beispiel: acht Passagiere wären für die Bezahlung der Crew zuständig, weitere 20 für die Wartung und Instandhaltung des Flugzeugs. Acht Passagiere würde man benötigen, um das Catering zu finanzieren und nochmals 15, um die Landerechte, Treibstoffkosten und sonstige Kosten noch zu bezahlen. Das würde also bedeuten, dass in einem Flugzeug wie unserer Boeing 777 mit bis zu 430Passagieren der gesamte Rest als reiner Gewinn an die Fluggesellschaften gehen würde. Dennoch würde Marcel, würde er die Chance haben, seinen Beruf zu wählen, wieder Pilot werden, denn dazu sei die Leidenschaft zu Fliegen in ihm zu groß. Aber natürlich würde er nur Kleinflugzeuge bevorzugen, denn Piloten der Großraumflugzeuge wie unseres oder des A-380 wären nichtmehr wirklich im Stande, eigenständig zu fliegen wie er, da der Bordcomputer mit seiner Automatik den größten Teil des Fluges übernehmen würde. Die Piloten säßen also nur noch vorne, um die Instrumente zu überwachen während sie Sudokus lösen oder Kaffee trinken.

Er stellte aber in Anbetracht meines Vorhabens fest, dass junge Leute wie er damals auch erst die Welt entdecken gehen würden, dann sich auf Europa rückbesinnen und letztendlich in der Heimat landen, wo sie das finden, wonach sie in der Welt eigentlich ihr ganzes Leben lang gesucht hatten.

Aufbruchsstimmung

Also, letzten Samstag war es nun „endlich“ soweit. Frühmorgens brach man bereits auf, um pünktlich zum Flug KL1792 am Flughafen zu sein. Entgegen meiner Befürchtung konnte Aloy auch sofort aufgefunden werden, sodass die Hinreise in einem guten Licht zu stehen scheint. Wie geplant hebte unser Flugzeug um Viertel vor Zehn ab und landete anderthalb Stunden später im Kifferparadies wunderschönen Amsterdam. Nach einem einstündigen Aufenthalt in Schiphol ging es zum Boarding für den KLM Flug KL587. Ich zeigte dort meine Boardingkarte vor und plötzlich hieß es, ich hätte eine Sitzplatzänderung bekommen: „you have been upgraded“. WOHOO! Das erste mal seit 13Jahren, dass ich wieder ein Upgrade bekommen habe! (so für die ganz Flugunerfahrenen: Upgrade bedeutet, dass die Fluggesellschaft die Economy Class überbucht und mir daher einen freien Platz in der Business Class zugeweisen hat) Dies könnte man durchaus als ein gutes Omen deuten – oder aber unser netter Homer lässt mich noch ein letztes mal in den Genuss puren Luxus kommen bevor ich in ein Dritte Welt Land wie Nigeria komme, sodass ich von einer noch höheren Wohlstandsebene nach unten falle – alles, um meiner bzw. seiner Geschichte die nötige Dramatik zu geben …Arschloch.

Wie auch immer. Neben meinem komfortablen Sitz der „World Business Class“ saß Marcel. Ich erzählte ihm von meinem Vorhaben und er riet mir für Nigeria zu dem Satz „Just go with the flow“. Denn in Nigeria müsste ich nicht nur meine Uhr um eine Stunde zurücksetzen, sondern auch meine Mentalität und Erwartungen um 300 Jahre zurückstellen.

Um halb acht (Ortszeit) setzte unser Flugzeug am internationalen Flughafen von Lagos auf. Auf dem Weg zu unserem Ankunftsgate kamen wir an zwei Flugzeugwracks vorbei. Marcel erzählte mir daraufhin, dass eines dieser Flugzeuge vor acht Jahren hier in Lagos beim Start abgestürzt sei, die Behörden es aber immer noch nicht geschafft hätten, das Wrack nach all dieser Zeit zu zerlegen und abzutransportieren.

Fünf Minuten später kam dann der Moment, welchen ich seit Monaten mit gemischten Gefühlen entgegen sah – ich betrat afrikanischen Boden! Nach bereits den ersten Zehn Minuten hier habe ich schon mehr Schwarze gesehen als in der gesamten Bill Cosby Show aufgetreten sind! Bei den Einreisebehörden – ich hasse die, denn da sitzen immer diese larmarschigen Bürokraten und gehen alle Formalitäten penibel durch - las ich auf einem Werbeschild einer örtlichen Bank die Aufschrift „Welcome to NIGERIA… the land of the happiest people on earth“.

Nachdem Aloy und ich unser Gepäck nun auch endlich vom Rollband der Gepäckvergabe an uns reissen konnten, ging es raus zu zwei Angestellten des Botschafters Dew Mayson, bei dem ich die kommende Zeit dann untergebracht sein werde. Die Fahrer brachte uns dann auf dem schnellsten Wege zu seinem Haus auf Victoria Island, Lagos „Edelviertel“.

Während der gesamten Reise jedoch konnte ich nur an meine gute alte Heimat denken und vor allem an den Moment, wo ich im tiefsten Plus-Quam-Perfekt von meinen Erlebnissen in Nigeria berichten kann. Wäre das schön, wenn dieser Moment nur jetzt sein könnte…

Equipmentliste

Für eine Reise nach Nigeria wie sie meiner einer vor hat, braucht man nicht nur ordentlichen Mut (oder eine gefährliche Mischung aus Dummheit und Leichtsinnigkeit wie in meinem Fall), sondern natürlich auch entsprechendes Material. Daher hab ich mir überlegt für diejenigen von euch Lesern, die ich mit meinem Beispiel auf eine ebenso leichtsinnig-dumme/mutige Idee ermutigt habe, eine kurze Bestandsaufnahme meiner Ausrüstung mit den entsprechenden Kosten aufzulisten:

Reisen:

Rucksack: High Peak Sherpa 55+10 79,00€

Trinksystem: Platypus Big Zip SL 2,0l 20,00€

Regenüberzug: Raincover III 15,95€

Schlafsack: Cocoon Mummyliner (100% silk) 49,95€

Mückennetz: Care Plus 44,95€

Handtuch: Evonell Ultra Light 18,70€

Werkzeug/Hilfsmittel:

Leatherman Core 109,05€

Petzl Tikka XP Taschenlampe 49,95€

Undercover Security Wallet 9,95€

Panzertape 1,85€

Kabelbinder 1,99€

Taschenfernglas 15,00€

Kompass 5,00€

Toppits Zipper 0,95€

Farilice 10l-NBeutel (25Stück) 0,85€

3x Steckdosenadapter 3x 4,95€

Steckerleiste (3 Steckplätze) 2,85€

Noitzblock 1,99€

Gesundheit:

2x NoBite (Haut+Kleidung) 2x 19,95€

6x Lariam 6x 49,59€

Tannacomp (20 Tabletten) 8,82€

Tannacomp (50 Tbaletten) 19,99€

Hansaplast 3,20€

Hansaplast Sprühpflaster 5,95€

Riamet 46,76€

Percour Forte 9,10€

Ibuhexal Akut 400 4,95€

Talcid 5,45€

Buscopan 8,75€

Sonstiges:

Dell XPS M1530 (Windows Vista Ultimate, Microsoft Office 2007) 1400€

Trek Store Data Station Maxi m.u. 500GB 66,65€

Schlappen 25€

West Africa: Country and Regional Guide (Lonely Planet) 31,95€

Der Koran -,–€

(Buch “Lernen in der Welt” unbezahlbar)

Gesamtkosten: 2466,43€

Also, sofern ich mich nicht verrechnet habe, kommt man auf eine nette Summe. Ich denke/hoffe, dass diese Investition sich aber auch lohnen wird.

Wir werden sehen….

Vor langer Zeit, in einer Galaxie, weit, weit entfernt:

Es herrscht mittlerweile Aufbruchstimmung! Aus der Idee, nach dem Abitur (2,3 *hust*, gesamtbayrischer Schnitt dieses jahr: 2,4 *hust,hust*), nicht gleich mit dem Studium zu Beginnen, sondern ersteinmal Lebenserfahrung zu sammeln, bin ich nun also an diesem denkwürdigen Punkt gelangt, an dem mich nur noch ein einzelner Tag von meiner großen Reise trennt. Morgen fliege ich nach Lagos, Nigeria!

Ich wollte schon immer mal nach Afrika. Und da ich gleichzeitig auch den Lebensfahrung-sammel-drang hatte, dachte ich mir, könnte man diese beiden Ideen ganz vielleicht und irgendwie doch noch so eventuelle gut koppeln. Damit hätten wir also meinen Gedankengang von November 2007 erreicht, nachdem meine Ausmusterungsbescheidigung von der Budneswehr eintraf. Man schob diese Idee vorerst hinaus, um sich Zeit zu nehmen für die Facharbeit. Als diese jedoch beendet war, entschuldigte man sich weiterhin am Weiterspinnen der Afrikaidee durch anstehende Klausuren und dem allmächtigen, ich mein bayrischen Abitur. Letztendlich war es anfang April und man wurde langsam nervös und Afrika erhielt (fast) oberste Priorität auf meiner to-do Liste für die kommenden paar Jahre. Man erkundigte sich im Internet bei weltwärts, stoß dort auf den „Freundeskreis Tambacounda“, welcher im Senegal tätig ist und bewarb sich dort. Nach einigen E-Mail-Briefwechsel jedoch verhallten meine Schreiben bei denen aus welchen Gründen auch immer im Nirwana von deren Internetpostfachs und mein Wunsch schien in weiter Ferne gerückt zu sein – schließlich war bei einigen anderen Organisationen die Bewerbungsfrist für eine Unternehmung dieses Jahr bereits im Januar abgelaufen! Zwischenzeitlich erzählte ich meinem nigernianischen Bekannten Aloy von meiner Idee und er riss meinen Fokus weg vom Senegal, hin nach Nigeria! Er erzählte mir, er würde selbst planen, eine derarige Austauschorganisation zu gründen und ich wäre der Erste, der in diesen Genuß kommen würde. Man vertiefte also diesen neuen Gedanken, klärte, was genau meine Vorstellungen sind und was man für Vorkerhungen treffen müsse für eine derartige Reise. Es ist bereits anfang Juni. Da ich möglichst bald meine Reise antreten wollte, mussten also die Formalitäten wie Visum, Impfungen, Flugbuchung etc. also möglichts bald erledigt sein – und glaubt mir, ich kam mir vor als würde Homer mein Schicksal zur belustigung von blöden antiken Griechen schreiben! (vielleicht sollte ich dazu einmal einen eigenen Artikel schreiben…)

WIe auch immer… Wir haben heute den 29.8.2008, 12:44 und ich bin gerade dabei, Koffer zu packen….